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Kann man mit Kids Skitourengehen? Ab welchem Alter? Worauf muss man achten und was ist die beste Ausrüstung?

9 Tipps zum Skitourengehen mit Kindern – aus Elternperspekitve

Ich bin keine Bergführerin oder Expertin anderer Art, ich gehe mit meinen Kids nur gern ins Freie. Ich möchte trotzdem hier mal ein paar Tipps zum Skitourengehen mit Kindern geben, da viele Fragen immer wieder kommen.

#1 Nehmt euch Zeit!

Wichtigster Punkt ist Zeit! Zeit für eine Schneeballschlacht zwischendurch, eine Tafel Schokolade, lustige Videos, Pausen und um in Ruhe das Schnitzel auf der Alm zu essen. Meiner Erfahrung nach muss ich die Zeit für eine Tour mit Kindern nicht nur verdoppeln, sondern vervierfachen – nämlich die Gesamtzeit, denn Kinder können noch genießen!

#2 Es muss Spaß machen.

Ich gehe mit meinen Kids auf Tour, wenn sie dazu motiviert sind. Damit lässt sich auch die Altersfrage beantworten – Timm ist seine erste Skitour mit 4 gegangen, weil er Lust darauf hatte. Aber nur eine und dann nicht mehr, bis zum nächsten Winter.
Motivation erreiche ich – und jedes Kind ist anders – durch Aussicht auf ein Getränk und Essen auf einer Alm oder der perfekten Jause im Rucksack.

#3 Das Wetter muss passen.

Kinder kühlen schneller aus und sie sagen es viel später. Daher müssen die Temperaturen passen. (Meinen) Kindern ist egal, ob die Sonne scheint oder nicht, hingegen vertragen sie eiskalten Wind genau überhaupt nicht.

#4 Jause & Getränke

Die Jause ist nicht nur motivationstechnisch wichtig. Kinder unterkühlen schneller, für sie ist Skitourengehen viel anstrengender als für uns und sie bemerken Unterzucker eher spät, d.h. sie sagen auch spät, wenn sie Hunger oder Durst haben. Daher ist es wichtig, dass wir als Eltern darauf achten, dass sie regelmäßig trinken und essen. Hier geht es, meiner Meinung nach, nicht darum, dass sie das gesündeste bekommen, sondern dass sie auch Freude an der Jause haben.

#5 Ausrüstung & Kleidung

Meistens haben Kinder die schwerste Skitourenausrüstung. Aber je jünger sie sind, desto leichter und angenehmer sollte sie eigentlich sein, oder nicht? Geht man öfter mit den Kids auf Tour, dann bin ich Fan davon, dass man auch ihre Ausrüstung adaptiert. Hierzu ein paar Tipps:

  • Für kleine Kinder kann man einen Langlaufski (mit Fell) für den Aufstieg verwenden und ihre Pistenski zum abfahren mittragen. Sie tun sich um Welten leichter. Wir haben zb den Atomic Sport Grip mit breiterem Sidecut.
  • Hagan bietet ein eigenes Kinder-Skitouren-Set an, mit einer eigenen Kinderbindung ab Sohlenlänge 225mm und Skilänge 120cm. Die Bindung entspricht auch den notwendigen Sicherheitsstandards.
  • Salomon wiederum hat zudem einen eigenen Kinder-Tourenschuh, der auch mit Pistenskiern kompatibel ist. Das Gewicht und der Gehkomfort erhöht den Spaßfaktor der Kleinen.
  • Von kochalpin gibt es einen Bindungseinsatz startUp – rein in den Pistenski und ab auf Tour. Gewicht nur 840g.
  • Auch spannend, dass die Kleinsten meisst in vollwartierten Skianzügen aufsteigen, während Erwachsene daneben in hochatmunsaktiven Softshell-Equipment spazieren. Man muss den Kids nicht extra Tourenbekleidung kaufen, sollte aber schon darauf achten, dass sie nicht dauerüberhitzt sind.
  • Im Gegensatz dazu für die Abfahrt unbedingt ausreichend warme Sachen einpacken und von Handschuhen und Socken lieber noch ein Paar mehr als Reserve. Und Sonnenbrille nicht vergessen!

#6 Tourenwahl & Ziel

Nicht zu viel vornehmen und jederzeit umdrehen können, lautet die Devise. Nicht zu lange, nicht zu fad (meine mögen zb keine Forstwege), ein attraktives Ziel (Alm, Hütte, Gipfel,…), nicht zu kalt, nicht zu sonnig (Dehydrierung) und natürlich lawinensicher. Und immer gleich eine Alternative parat haben. Oft motivieren auch andere Leute – also zusammensprechen und gemeinsam gehen.

#7 Die Abfahrt

Die Abfahrt kann zur Schlüsselstelle einer ganzen Tour werden, nämlich dann, wenn sie für die Kids zu anstregend ist. Eine Fahrt im Gelände sollte wohlüberlegt sein, ansonsten die Strecke so wählen, dass man auf Forstwegen oder im gut befahrenen Gelände fahren kann.

#8 Kompetenz & Kondition der Eltern

Dass die Komeptenz als Eltern um vieles höher als die der Kinder sein muss, ist klar. Aber auch die Kondition. Man braucht die Reserve an alle, um ein Kind mal ein Stück zu tragen, zu motivieren, zu ziehen, dessen Ski zu tragen,… oder was sonst noch alles passieren könnte. Hört sich logisch an, ist es aber nicht ganz.

#9 Ausbildung & Sicherheit für die Kleinsten

Genauso wie bei der Ausrüstung finde ich, dass auch die Kleinsten ein Anrecht auf eine kompetente Ausbildung und Einschulung in LVS-Suche und co haben. Die Bergführer von mc2alpin bieten eine eigene Ausbildung für die Kids an – kidsontour. Ich bin begeistert – Max, 8, weiß, dass die Notfallausrüstung in den Rucksack gehört und dass man das LVS-Gerät unbedingt dabei hat.

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