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Nehmt eure Mitarbeiter, Athleten und Ambassadors!

Influencer-Marketing hat in den letzten Jahren einen Hype erlebt,

auch im Outdoor-Bereich bzw. Tourismus.
Die Grundidee von Influencer-Marketing ist eine gute – man beauftragt Personen mit einer hohen Reichweite (Influencer haben meist Fans um die 100.000, darunter spricht man von Micro-Influencern) um das eigene Brand an diese Vielzahl von Personen zu kommunizieren. Die Influener erhalten dafür eine Gegenleistung – gratis Übernachtungen, Essen, Reisespesen, kostenloses Material oder auch ein Honorar. Am Anfang schien alles im Rahmen zu bleiben und Leistung vs. Gegenleistun zu stimmen. Die Idee war innovativ, die Influencer waren wenige.

Die Transparenz verschwindet

Der Trend Nachrichten & Infos über Social Media zu generieren steigt. Aber diese Nachrichtenform wird beim Leser & User schnell mit hochwertigem Journalismus verwechselst. Man nimmt Posts ernst, authentisch, als 100% richtig und gut recherchiert. Dem ist nicht so (siehe auch Beiträge bergundsteigen zu Sozialen Medien). Und nun kommt eine neue Komponente hinzu – User können nicht mehr erkennen, ob der Autor für die Botschaft (über Text oder Bild) bezahlt wurde (das inkludiert auch kostenlose Produkte oder Übernachtungen).

Ebenso verschwimmt auch für viele Anbieter die Grenze zwischen „richtigen Journalisten“ und Bloggern – sieh z.b. Akkreditierung ISPO 2018.

Aufgrund des Hypes steigen nun aber auch die Forderungen der Blogger – von gratis Übernachtungen sind wir für einen Beitrag längst entfernt eher. Ein Product-Placement in einem Post gibt es bei Bloggern mit 10k-Fans nicht unter 50-100 Euro.

Folgen für das Influencer-Marketing

Sind alle Blogger unseriös?

Alle werden in einen Topf geworfen – Firmen-Athleten, Ambassadors, Blogger. Die Grenze verschwimmt. Erste Athleten äußern sich zum Thema. Kritisch. (z.B. Johanna Erhart vom 25.1.2018)

Kennzeichnungspflichten werden eingeführt

Facebook reagiert und führt Richtlinien ein, die besagen dass Branded Content gekennzeichnet werden muss. Die Beiträge über rechtliche Kennzeichnungspflicht kommerzieller Texte oder Produktplacements (ansonsten wäre es „Schleichwerbung“) häufen sich.

Die Unsicherheit & Unzufriedenheit im Tourismus steigt

Ein Hotel lehnt es ab, einer Bloggerin die Übernachtung zu zahlen. Sie stellt daraufhin ein empörtes Video auf Facebook. Das ganze löst eine Diskussion aus, wie man mit Bloggern umgehen soll (bei Absage kommt ja auch negativ Kritik) und nach und nach kommt die Menge an Bloggeranfragen zu tage. Siehe auch Beitrag in der Presse. Selbst miterlebt reagieren TVBs entrüstet über Anfragen der Blogger.

Was ist die Lösung?

Auf Qualität setzen

Will man wirklich Influencer eines Fashion Blogs für die Bewerbung eines Skis? Braucht man wirklich 35.000 Likes um ein Nischenprodukt an die Nischen-Zielgruppe zu bekommen?

Oder geht es mehr um die Qualität – sowohl der Personen, die das Brand transportierne, um ihre Authenzität, Loyalität zu Marke und Produkt, als auch um ihre erreichte Zielgruppe, die ev. zu 80% meine gewünschte ist.

Ambassadors, Athleten & eigene Mitarbeiter als Micro-Influencer

Ich empfehle, eigene Ambassadors, Athleten & Mitarbeiter, ihre Expertise, ihr Know-How, ihr Netzwerk zu nutzen. Viele Agenturen und Firmen setzen bereits auf so genannte Micro-Influencer (das sind Influencer mit weniger Reichweite).

  • Die Athleten oder Ambassadors wie Bergführer sind es gewohnt sich um ihr eigenes Marketing zu kümmern.
  • Sie kennen die Produkte, den Markt & die Produkte.
  • Sie haben (ev.) weniger Reichweite, aber sie erreichen die Zielgruppe, die sich das Brand wünscht. Qualität vor Quantität.
  • Sie haben direkten Kontakt zu Personen und können das Produkt üebr „word-by-mouth“ empfehlen.
  • Höheres Fan-Zahlen bedeuten kein höheres Engagement, sondern eher umgekehrt. Siehe Beitrag „Klein, aber oho.“ auf onlinemarketing.de.

Strategien & Leitfäden

Strategien sind immer gut – sie definieren Ziele, KPIs, die Zielgruppen und den erwünschten Erfolgt. Sie können danach ausgewertet, optimiert und weiter verwendet werden. Zudem liefern sie Transparenz über Leistungen & gewünschte Erfolge auf beiden Seiten. Ein Workshop gemeinsam mit den Ambassadors kann nicht nur inhaltliche Inputs, sondern auch die Strategie vermitteln und auch optimieren.

 

 

 

 

 

 

 

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