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Die Entwicklungen im Online Bereich gehen so schnell von statten, dass man das als „Nicht-Vollzeit-Onliner“ schwer mitverfolgen kann. Daher werden hier mal die wichtigsten Trends und Must Haves gelistet.

1. Producer User is king – user need und intent

Der Fokus muss weg vom Producer und hin zum User und seinen relevanten Content gerichtet werden. Corporate Webblogging, also das reine Berichten über das, was im Unternehmen passiert ist out. Der Producer von Inhalten muss sich weg von sich selbst hin zum Publikum orientieren. Das bedeutet relevanten Content für die Leser oder auch Antworten auf Probleme und Fragen, die die Leser stellen könnten. Mehrwert ist das Stichwort für wertvollen Content, der sicher gerne geteilt  und verbreitet wird.

2. Mobile First

Laut der letzten Studie der IAB Mediennutzungstudie 2016 wächst die Mediennutzung über mobile Endgeräte weiterhin. (72% mobile Nutzung 2016 gegenüber 70% 2015, bzw 35% Tablets gegenüber 32%). Das bedeutet, dass bei jeglicher Online Kommunikation mobile mitgedacht, wenn nicht als erstes gedacht werden muss (z.B. bei Websites). Konsequenzen daraus sind, dass das Webdesign und die Usability für mobile Endgeräte optimiert sein soll – schnelle Ladegeschwindigkeit, optimierte Bilder, passende Schriftgrößen, Links & Buttons sollen auch auf dem Handy klickbar sein, längere Seiten (User scrollen lieber als sie klicken,…).

3. Local: „on the go“

User rufen die Inhalte nicht nur unterwegs ab, nein sie wollen auch Inhalte von unterwegs produzieren – d.h. schrieben, bewerten, kommentieren, teilen,… Diese Möglichkeiten muss man ihnen geben.

4. Local: Geoverortung

Die User sind es außerdem gewohnt, dass sie alles geoverortet im Netz finden  – d.h. Unternehmen sollen in Google Maps auffindbar sein, eine Map der Umgebung muss auf Websiten integriert sein, das empfohlene Lokal auf Facebook muss georferenziert sein. „Local“ ist ein Must jedes Online Marketings. Siehe auch Checklist Online-Marketing KMU.

5. Be Social! und Risk of ignorance

Auch wenn man mit der Kommunikationsentwicklung auf Sozialen Medien einverstanden ist, so wird man sich dem als Unternehmen stellen müssen. Laut dem Social Media Report 2016 von artworx nutzen 3,7 Mio. Österreicher Facebook, über 800.000 User haben einen Instagram Account und 148.000 twittern bereits. Man kann diese Zahlen gern ignorieren, wird aber auch die damit verbundenen Zielgruppen längerfristig nicht erreichen oder verlieren.

6. (Fast) niemand klickt direkt auf eure Homeseite – Social und Google sind die Zulieferer

Die Websites sind zur digitalen Visitenkarte als auch zum „Archiv“ eurer Beiträge mutiert. Die User kommen über die Verlinkung der Beiträge auf Facebook oder weil sie die Landingpage auf Google gefunden haben. Die Kunst besteht nun darin, viele solcher „Zubringer“ zu schaffen und die Kunde von dort aus weiter durch die Website zu leiten – mit „related Content“, „Call to action“-Buttons etc.

7. Es sind nicht nur mehr DIE Jugendlichen – 50+ ist die neue Social Media Generation

Laut einer Social Network Monitor Erhebung von Spectra 2016 ist auch bereits die 50+ Generation in den Sozialen Medien und natürlich auch im Web angekommen.
„Gaben im Jahr 2010 nur etwa 25% der Befragten an, Nutzer eines sozialen Netzwerks zu sein, so hat sich diese Zahl bis im März 2016 auf 54% mehr als verdoppelt. Mehr als die Hälfte der Österreicher bewegen sich also zumindest in einem der vielen sozialen Netzwerke.“

8. Google als Benchmark und die Wichtigkeit von SEO

Laut der Mediennutzungststudie 2016 des IAB verwenden 80% der Befragten Suchmaschinen.  Der Großteil an Reisen, Produkten und Dienstleistungen wird bereits im Web gesucht. D.h. scheint man in den Suchmaschinen nicht auf, „existiert“ man längerfristig nicht. Suchmaschinenoptimierung wird daher immer wichtiger. 10 SEO Basic-Tipps

9. Der User will dabei sein – lasst den User dabei sein!

Der User will bewerten, kommentieren, sharen und liken – gebt ihm die Möglichkeit dazu: angefangen von Bewertungs- und Kommentarfelder auf der Website, hin zu Ratings auf Facebook. Keine Angst davor, die User sind eigentlich ganz nett!

10. User erhalten online zu viel Content – Empfehlungsmarketing filtert

Mit letztem Punkt hängt auch zusammen, dass aufgrund der Bewertungen und Kommentare, die weiteren vernetzten Leser und Freunde diesen Inhalt für wichtiger erachten als anderen. Dies nennt man Empfehlungsmarketing und ist das digitale Aliquot zum früheren mündlichen „Das Hotel war total super!“.

12. NO Duplicate Content

Eigentlich eine alte Leier, aber immer noch ein Hauptproblem – das mehrfache Ausspielen gleichen Contents ist ein No-Go!!!! Dazu gehört auch, wenn dieselbe Website mit mehreren URLs ohne Umleitung abrufbar ist (http:// und https://).

13. Viele ähnliche Portale bewirken Streuverluste

Ebenso schlecht ist es, wenn man ein und dasselbe Produkt oder Lokal auf mehreren Portalen ausspielt oder zu jedem kleinen Unterthema ein neues Portal erstellt. Es wird immer dieselbe Menge an Leute bleiben, die sich für Themen interessiert und beginnt man diese aufzusplitten, verliert man einen Teil.

14. Keine Angst vor Netzwerken

Die Social Media Kanäle sind damit groß geworden, in anderen Bereichen wird es noch kritisch beäugt – das Netzwerken, meint verlinken, teilen, ausspielen von anderen Inhalten. Die Angst besteht, dass der andere etwas besser kann und einem die User wegnimmt. Zu Recht – mit dem primären Konkurrenten sollte man ev. nicht die Inhalte teilen, wohlaber mit wohlgesonnenen thematisch ähnlichen Content-Erstellern. Ein Vorteil – man muss nicht alles neu erstellen! Weiterer Tipp – fragt mal Google, wo ihr überall erwähnt seid und aktualisiert eure Daten.

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