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Die Corporate Website ist umgangssprachlich DIE Homepage eines Unternehmens. Auf dieser laufen alle Vernetzungen zusammen – zu externen Inhalten, sozialen Medien, zu weiteren Blogs, Online Communities, … Die Corporate Website ist die (Online-)Visitenkarte eines Unternehmens.

Funktionen einer Website

Die Funktionen können ineinander übergreifen. (vgl. Kreutzer, 2014, S. 103)

  • Point of Information: Bereitstellung von Informationen zu Unternehmen, Produkten und Links zu anderen Plattformen wie Facebook oder Google+
  • Point of Interaction: Möglichkeit des Informationsaustausches zwischen Unternehmen und Interessenten, z. B. Online-Reservierung, Buchungs- oder Kontaktformular
  • Point of Sale (POS): Die Funktion der Website als Verkaufsort, z. für die Alpenvereins-Mitgliedschaft

Begriffsabgrenzung zu Homepage, Microsite, Landing Page

Homepage

„Die Homepage als Einstiegsseite präsentiert gleichsam die virtuelle Eingangstür zu einem Unternehmen“ (Kreutzer, 2014, S. 1), sie ist also die Startseite einer Website.

Microsite

Eine Microsite ist eine schlanke Website mit wenig Unterseiten und einer geringen Navigationstiefe innerhalb eines größeren Internet-Auftrittes. Sie weist eine gewisse Unabhängigkeit von der übergeordneten Website auf. (vgl. Kreutzer, 2014, S. 96) Ein Beispiel für eine Microsite ist die Detailseite des Alpenvereins-Hüttenfinder.

Landing Page

Eine Landing Page ist eine Unterseite einer Homepage, auf der User zu einem bestimmten Thema „landen“.

 

1. URL

URL ist die Abkürzung für Uniform Resource Locator und bedeutet sinngemäß „Quellenanzeige“. Umgangssprachlich verwendet man dafür meist den Begriff „Internet-Adresse“.

URL-Merkmale (auch in Hinblick auf SEO)

  • So kurz wie möglich halten
  • So klar wie möglich halten
  • Muss das Keyword enthalten.
  • Muss unique sein.
  • EINE URL pro Website, nicht mehrere URLs für dieselbe Website einrichten, denn das wäre Duplicate-Content (zb. https und http)

2. Brands, Logos und Favicons

Es gibt verschiedene Formen von Brands und Logos rund um die Alpenvereinshütte, die auf der Website dargestellt werden können. Das wichtigste ist das eigene Logo, also die Produktmarke der jeweiligen Hütte. Ein eigenes Logo erhöht den Wiedererkennungsgrad des Produktes und die Identifizierung mit der Marke.

Auf einer Website gehört zum Logo immer ein aliquotes Favicon.

4. Above-the-Fold-Bereich oder First View

„Diese Bezeichnung hat ihren Ursprung im klassischen Printbereich und meint ,über dem Falz’. Wird beispielsweise eine Zeitung ausgelegt, wird deutlich, dass nur der obere Bereich der Titelseite sichtbar ist. Übertragen auf den Online-Bereich, ist hier der sichtbare Bereich des Monitors gemeint.“ (Düweke & Rabsch, 2012, S. 439)

  • Optimaler Weise befinden sich im Above-the-Fold-Teil der wichtigste Text und die wichtigsten Brands.
  • Bei vielen verschiedenen Daten gilt: die für den User wertvollsten Inhalte zuerst!

5. Überschriften und Zwischenüberschriften

Der User liest die Website nicht, er scannt sie, d. h. er bleibt an optischen Punkten wie Zwischenüberschriften hängen und liest dann nach Bedarf weiter. Texte ohne Zwischenüberschriften sind nicht interessant und nicht lesbar.

  • H1/Hauptüberschrift/Titel
    • Muss das Keyword enthalten.
    • „Herzlich willkommen!“ ist keine H1.
    • Die Hauptüberschrift soll einmalig sein.
    • Die H1 soll schon den Inhalt des Folgetextes vermitteln.
  • Struktur H2-H6 logisch, stringent verwenden.

6. Content-Umfang

  • 350 Wörter sind ein empfohlener Richtwert.
  • Unter 150 Wörtern sollte man evtl. zwei Seiten zusammenfassen.
  • Der User bevorzugt Scrollen vor Klicken – bedingt durch die mobilen Endgeräte. Also sollte man eher mehr Content übersichtlich aufbauen als viele Klicks einbauen.
  • Auf das Wesentliche konzentrieren: Inhalte nicht zwanghaft erstellen – nicht nur in Hinblick auf den User, sondern auch hinsichtlich Suchmaschinen-Optimierung.

7. Bilder

  • Dateigröße und Dateiformat: die Kunst ist es, die Waage zwischen geringer Dateigröße und guter Bildauflösung zu finden. Als Dateiformat empfiehlt sich jpg oder png.
  • Bildergröße: die Bilder sollen vor dem Hinaufladen schon auf die notwendige Größe zugeschnitten sein.
  • Dateiname: Schon der Dateiname soll die Keywords deines Beitrages enthalten. Zudem darauf achten, dass man keine Umlaute oder Sonderzeichen verwendet.
  • Alt-Tag und Title-Tag: Jedes muss einen Title- und Alt-Tag enthalten, die das Bild erklären und beschreiben, wenn es u.a. nicht richtig angezeigt wird oder man mit der Maus darüberfährt.

8. Interne Querverlinkungen

  • Sinnvolle Verlinkungen zu anderen Seiten auf der Homepage
  • 0 bis max. 5 Links aus dem Fließtext
  • Interne Links gehen immer im selben Fenster auf.

9. Externes Verlinken (Outgoing Link)

Es sollen populäre Links zu externen Seiten gesetzt werden, z. B. zu öffentlichen Verkehrsmitteln, Tourismusverbänden etc. Diese müssen immer in einem eigenen Fenster geöffnet werden. Externe Links werden immer in einem neuen Fenster geöffnet.

10. Webdesign – responsive & mobile ist ein Must

Das Thema Webdesign ist sehr umfangreich und wird hier näher beschrieben.

11. Usability – Intuition als Basis

Die Usability meint die Benutzerfreundlichkeit und Bedienbarkeit einer Website, die ein Element des Webdesigns ist. Der User muss nichts „verstehen müssen“, er muss die Website intuitiv bedienen können. Zum Thema Usability finden sie hier mehr.

12. Impressum

In Österreich muss jede Website ein Impressum aufweisen. Die gesetzlichen Grundlagen, auf denen das Impressum basiert, variieren je nach Land (ausschlaggebend ist das Land des Webseiten-Inhabers) und müssen separat abgeklärt werden.

Da sich auch die gesetzlichen Vorschriften für Impressen ändern und das Impressum für jedes Unternehmen und jedes Portal leicht differiert, wird empfohlen, sich bei Experten über die Inhalte zu informieren. Eindeutig ist, dass es mittlerweile rechtliche Konsequenzen für fehlende oder falsche Impressen gibt.

Bezüglich der Frage der Blattlinie sind die Richtlinien für Österreich und Deutschland gleich, man unterscheidet zwischen großen und kleinen Websites.

Unterscheidung kleine und große Websites

Bei Websites, die über die reine Präsentation des Medieninhabers hinausgehen, d. h. redaktionelle Beiträge (News, Blogberichte, …) enthalten, muss eine Blattlinie angegeben werden. Eine Blattlinie ist eine schriftlich fixierte allgemeine Ausrichtung der Website bzw. der redaktionellen Beiträge. (vgl. WKO, 2014)

Informationen zum Datenschutz müssen ebenso angegeben werden, z. B. beim Verwenden von Analyse-Tools (siehe Abschnitt „Anforderungen an den Datenschutz“).

13. Sitemap

Eine Sitemap ist eine „Standortkarte“ – „eine Seite innerhalb einer Webpräsenz, die die Struktur des gesamten Angebots meist in hierarchisch gegliederten Ebenen anzeigt. Dabei finden sich jeweils Links zu allen Unterseiten.“ (Erlhofer, 2014, S. 897) Bei größeren Websites sollte eine Sitemap angegeben sein – zur Unterstützung der User und der Suchmaschinen-Optimierung. Manche Marketing-Pros schwören, dass man auch für die Bilder Sitemaps einrichtet.

14. Website Controlling

Das Website Controlling ist hier als eigenes Marketing-Instrument angeführt, da es gerade im Bereich der NPOs und KMUs ein hilfreiches Mittel zur Marketing- als auch Kunden-Analyse ist, das im Sinne des Closed-Loop-Prinzips zur Weiterentwicklung der Homepage notwendig ist.

Ich konzentriere mich hier auf die Web-Analyse (Web Analytics) als Analyse und Optimierung der Internetaktivitäten, als Tool wird Google Analytics beschrieben.

Anforderungen an den Datenschutz

Wird ein Analyse-Tool eingesetzt, muss man den User darüber in Kenntnis setzen. Es gibt vorgefertigte Texte, die man im Impressum oder in den AGBs anführen muss. Eine solche Vorlage findet man bspw. auf der Homepage „Datenschutzbeauftragter Info. Die Datenschutzrichtlinien richten sich immer nach dem Serverstandort.

15. Meta-Description

Die Meta Description ist der Text, der in den Ergebnissen der Suchmaschinen angezeigt wird. Diese Beschreibung ist NICHT wichtig für die Suchmaschinen-Optimierung, aber für die Kunden, damit der Link angeklickt (Click-through Rate) wird.

  • Länge zwischen 100 und 160 Zeichen: Alles, was länger ist, wird nicht ausgespielt.
  • Sie soll ansprechend sein und beim User den Klickreiz auslösen.
  • In der Beschreibung soll das Keyword enthalten sein.
  • Für jede Seite soll eine eigene Beschreibung erstellt werden.

16. Social Media Intergration

Die Integration meint, dass der User Content auf die Social Media Kanäle teilen kann – über Sharing Buttons. Derzeit häufig verwendet wird auch die Einbindung von bestehendem Social Media Content über Social Walls.

17. Elemente zur Suchmaschinenoptimierung

Eine Übersicht über 10 Basic Elemente finden sie im Beitrag „10 SEO Basic-Tipps„.

Literatur

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