Exit

Das Modewort im Inbound- und digitalen Marketing ist die Personalisierung. Software zur Automatisierung der Prozesse erleichtern personalisiertes Marketing, z.B. beim Versenden von personalisierten E-Mail-Angeboten oder im Bereich der sozialen Medien. Versorgen Sie den Kunden mit relevanten Informationen und Angeboten, können Sie ihn binden. Überhäufen Sie ihn aber mit zuviel personalisierter Kommunikation, verjagen Sie ihn. Der Grat, wann man Informationen personalisieren und wann man sie allgemein halten soll, ist schmal.

Hier sind 3 Gründe GEGEN personalisiertes Marketing

Bei unvollständigen Daten

Ein personalisiertes E-Mail ist wirkungsvoll, wenn es richtig gemacht ist. Eine falsche Anrede allerdings kann das ganze schnell ins Gegenteil umkehren. Nicht ist ärgerlicher für einen Kunden, da er dadurch erkennt, dass sie nicht an ihm persönlich interessiert sind. Deshalb soll bei unvollständigen Datensätzen keine personalisierte Kommunikation stattfinden. Weiters zieht jedes unvollständige Datenfeld in ihrem CRM-System schwerwiegende Folgen in Ihrem weiterem One-to-One Marketing nach sich. Weitere Infos dazu im Artikel “Formale Kriterien im E-Mail Marketing” und “4 Fehler im E-Mail Marketing“.

Third-Party-Ads – Werbeeinschaltungen über Drittanbieter

Wenn es überhaupt einen Grund gibt, allgemein zu bleiben, dann ist das bei Third-Party-Ads wie Google AdSense oder Google AdWords. Wenn Kunden bemerken, dass ihnen zu stark „gefolgt“ wird und alle ihre Cookies langfristig gespeichert und an unpassender Stelle verwendet werden. Daher sollten AdWords oder AdSenses nicht immer aufgrund des Trackings der AdServer gepostet werden. Besser ist es, wenn man gesehen hat, dass der Kunde eine Seite angesehen hat, ihn über E-Mail zu kontaktieren und ihn einzuladen auf die kürzlichst besuchte Seite retour zu kommen. User lieben es, individuell betreut zu werden, aber hassen es, das Gefühl zu haben, dass ihre gesamte Internetaktivität zu Werbezwecken aufgezeichnet und „ausspioniert“ wird.

Auch wenn eine Studie von Marketing Charts belegt, dass 74% der User frustriert sind, wenn die angezeigten Werbeanzeigen nichts mit ihren Interessen zu tun haben, seien Sie trotzdem vorsichtig mit den Informationen, die Sie über ihre Kunden haben.

Too fast, too much

Alle Daten sind ideal, eine Beziehung zum Kunden aufzubauen. Aber wie in einer echten Beziehung will man nicht zu schnell zu persönlich werden. Einer neuen Bekanntschaft in den ersten fünf Minuten zuviele persönliche Informationen zu erzählen, ist auch der beste Weg, sie zu verjagen. Auch wenn ein Interessent viele Informationen von sich preis gibt, da er sich über ein Social Network eingeloggt hat, oder sie dank ihres CRM-Systems, Analytik- oder Controllingprogramme ganz genau wissen, welche Websiten er in letzter Zeit besucht oder welche Produkte er gefunden hat, konfrontieren Sie ihn nicht zu früh mit diesen Informationen.

Quelle:

HubSpot: 3 Times When You Shouldn’t Personalize Your Marketing, 11.02.2014

Close
Go top